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KENNEL, Moritz (Illustration) ; TSCHUDI, Fridolin (Text)

Die Bergbahn : Die Geschichte einer alten vergessenen Bahn auf dem Rigiberg : Verse von Fridolin Tschudi

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 Der Kinderbuchklassiker aus Innerschwyz, zum ersten Mal erschienen 1962, neu aufgelegt vom Cantina-Verlag ("Nach einem Jugenderlebnis illustriert von Moritz Kennel").


Vorwort von Moritz Kennel:

"Aus meiner Jugendzeit, die ich in einer Alphütte auf dem Rigiberg verbrachte, bleibt mir die romantische Rigi-Scheideggbahn, die ganz in der Nähe vorbeifuhr, in besonders lieber Erinnerung. Meine träumerische Bubenseele erlebte diese Bahn mit ihrer kleinen Dampfloki und den knallroten offenen Personenwagen mit den gestreiften Vorhängen wie die Begegnung aus einem Märchenbuch. Der gemütliche Lokiführer Gottlieb und seine Fahrgäste winkten mir bei jeder Gelegenheit zu. Auf seiner letzten Fahrt am späten Abend, wenn man nur noch das mühsame Schnaufen des Lokomotivchens hörte, grüsste mich Gottlieb in meiner Dachkammer mit einem Pfeifensignal. Später - wenn ich und mein Bruder, der Geissenhansi, auf unserem Heubett bereits eingeschlafen waren und Gottlieb seine Bahn zur Ruhe gebracht hatte - schwebte nur noch das Geläute der Kuhglocken und der tiefe Klang eines Alphorns in der Luft... Gottlieb aber spielte bereits im nahen Hotel den fremden Gästen auf seiner Handorgel die lustigsten Melodien vor.

Neben dem Melken der Kühe und Ziegen war das Zeichnen meine Lieblingsbeschäftigung. Auf meinen Papierblättern entstanden lustige Bilder mit Kühen, Geissen, Schweinen, Hühnern, Hasen und Füchsen, und dazwischen sah man Gottlieb mit seiner kleinen Bahn. Für Geissenhansi und alle andern Kinder wollte ich ein Bilderbuch zeichnen und verschenken. Aber erst nach vierzig Jahren ist es mir gelungen, diesen Wunsch zu erfüllen. Meine eigenen und hoffentlich viele weitere Kinder werden nun in diesem Bilderbuch meine schöne Jugendzeit und eine Fahrt mit Gottlieb und seiner Bahn miterleben.

Viel Vergnügen und gute Reise!"
 

Moritz Kennel (geb. 1911 in Sisikon, gest. 1984 in Zürich) war nicht nur ein ausgezeichneter Grafiker und Illustrator, sondern auch ein hochbegabter Musiker. In seiner Jugendzeit, die er in Steinen SZ verbrachte, erkrankte er an Kinderlähmung. Doch war ihm die Musik offensichtlich sehr teuer, sodass es ihm gelang, das Klarinettenspiel zu erlernen und auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Anfangs wurde er begleitet von seinem Vater, einem Schwyzerorgeler und Musikpartner Kasimir Geissers, und gemeinsam spielten sie jeweils auf im Sommerrestaurant «Heinrichshütte», das der Vater auf der Rigi betrieb. Mit seinem Bruder Hans gründete Moritz 1928 die «Ländlerkapelle Moritz Kennel, Schwyz». In Seewen SZ, wo er und seine Eltern sich mittlerweile niedergelassen hatten, lernte er den Klarinettisten Herrmann Lott kennen. Unter dem Namen «Stimmungskapelle Lott und Kennel, Ibach-Schwyz» nahmen die beiden zwischen 1934 und 1936 in Lörrach, Paris und Mailand zahlreiche Schallplatten auf. Infolge eines Berufswechsels stellte Moritz Kennel 1940 das öffentliche Musizieren gänzlich ein, zog 1942 nach Zürich und wirkte dort fortan als Grafiker und Buchillustrator. (U. a. nach dem Artikel «Kennel Moritz» in: Ernst ROTH, Lexikon der Schweizer Volksmusikanten [Aarau: AT Verlag, 1987]; detailliertere Hinweise zur musikalischen Laufbahn Kennels s. dort.)

Neuausgabe. - 3. Aufl. - Goldau: Cantina Verlag, 1997. - [32] S., reich ill.

25,00 CHF  (inkl. 2,5% MWST)
Bestellnummer: 3-85600-027-5
Ausführung: gebunden (BxHxD = 21,5 x 29,4 x 0,8 cm)

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Webmaster (2010/04/16 - 09:40)